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News Nr. 5, Gräser auf unserem Platz

News 5, 08.06.2009

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Harald Zinser Rasenpflege NEWS Nr. 5, 08.06.2009
Welche Gräser haben wir auf unseren Platz?

Aufgeteilt auf die verschieden Spielelemente:

Fairways:
Unsere Fairways bestehen aus einer Mischung vom Ausdauernden Weidelgras (Lolium perenne) und der Wiesenrispe (Poa pratensis). Beide Arten sind sehr strapazierfähig und scherfest. Sie sind ideal für alle Sportrasenflächen. Lolium perenne ist die Nummer 1 im Sportrasenbereich. Vorteil der Wiesenrispe sind die unterirdischen Ausläufer womit sie z.B. Divots leichter wieder zuwachsen lassen. Lolium perenne hat keine Ausläufer sondern ist ein Horstbildendes Gras. Ihr Vorteil ist die schnelle Keimdauer von 7 – 10 Tagen, womit es damit bei Ausbesserungsarbeiten und Nachsaaten immer zum Einsatz kommt. Zum Vergleich die Keimdauer von der Wiesenrispe beträgt ca. 15 -24 Tage.

Abschläge:
Auch hier ist Scherfestigkeit, Narbendichte und schnelle Regenerationsfähigkeit gefordert. Darum bestehen auch unsere Abschläge wie die Fairways überwiegend aus dem Ausdauerndes Weidelgras und der Wiesenrispe.

Grüns:
Die Grüns bestehen aus dem Weißen Straußgras (Agrostis stolonifera) und den beiden Schwingelarten: Horstrotschwingel (Festuca nigrescens) und Haarblättriger Schwingel (Festuca trichophylla). Das Weiße Straußgras ist das spieltechnisch beste Gras für Grüns. Es bildet durch seine unterirdischen Stolonen (darum der Name stolonifera) eine sehr dichte Narbe. Auf einen Quadratmeter befinden sich bis zu 250.000 Triebe. Ebenfalls ist es sehr tiefschnitt- und trittvertäglich. Jedoch ist es sehr Pflegeaufwändig und muss mit mechanischen Pflegemaßnahmen wie zum Beispiel vertikutieren, aerifizieren, sanden, usw. fortwährend unterhalten werden. Die Schwingelarten haben ähnliche Eigenschaften wie das Straußgras sind jedoch wesentlich trockenheitsverträglicher und weniger anfällig gegenüber Pilzkrankheiten, und deshalb finden sie zusammen mit dem Straußgras ihre Anwendung auf unseren Grüns.

Die Poa annua (Jährige Rispe)

Dieses Gras wird wegen seiner hellgrünen Farbe und seiner dauernden Ausbildung von Blütenständen nicht ausgesät. Jedoch ist es wegen ihrer Aggressivität und wegen des sehr hohen Samenvorrates im Boden in fast jeden Rasen vorhanden. Sie finden es auf unseren Platz auf fast allen Spielelementen wieder. Es ist ein Gras welches es überall gibt, aber es wird nicht gerne gesehen. Mit guten Auge kann man auch auf unseren neuen Grüns vereinzelt Poa annua Horste entdecken.

Vielleicht konnte ich mit dieser kurzen Information Ihr Interesse an den Gräsern auf Ihren Golfplatz wecken und Sie können bei Ihrer nächsten Runde den ein oder anderen Unterschied selber entdecken. Schauen Sie sich als kleines Beispiel einfach mal das Puttinggreen am Hotel an und vergleichen es mit einem der neuen Grüns auf dem 18 Loch Platz. Ich bin mir sicher Sie werden den Unterschied erkennen. Am Puttinggreen deutlich zu erkennen sind die vielen Blütenstände der Poa annua. Auf den neuen Grüns kann man sehr schön die tolle Narbendichte der Agrostis stolonifera erkennen. (siehe Bild)

Selbstverständlich steht Ihnen das Team der Harald Zinser Rasenpflege für etwaige Fragen zum Thema Gräserauswahl vielleicht für Ihren Hausgarten sehr gerne zur Verfügung.

Ihr
Frank Czarnietzki
(Harald Zinser Rasenpflege Headgreenkeeper Geiselwind)